Die Kornblume

Zeichen ewiger Treue

Kornblumen haben von jeher besondere Bedeutung. Ceres, die römische Göttin der Ernte trug eine im Haar. Im Mittelalter war die Kornblume (Centaurea cyanus) ein Symbol der Treue und noch heute soll man zur Hochzeit etwas Blaues bei sich haben, um von Treue gesegnet zu sein.

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Sie wird auch als „preußische Blume“ bezeichnet. 1810 verstarb die Königin Luise von Mecklenburg-Strelitz im Alter von 34 Jahren. Luises Sohn, der Kaiser Wilhelm I., ernannte die Kornblume zu seiner Lieblingsblume. Die preußischen Uniformen erhielten das „preußische Blau“. Auch in der Romantik (18./19. Jahrhundert) diente die Blume wegen ihrer schönen Farbe vielen Dichtern und Malern als Vorlage und wurde auch „Blume der Romantik“ genannt. Seit 1968 ist sie die Nationalblume Estlands. Die Pflanzenfarbstoffgruppe der Anthozyane wurde nach ihr benannt. Anthos (Griechisch) bedeutet „Blüte“ und cyaneus (Latein) bedeutet „dunkelblau“. Leider ist das Vorkommen der Kornblume stark zurückgegangen. Grund dafür sind Unkrautvernichter und Düngemittel, die vermehrt eingesetzt werden. Wo Kornblumen wachsen, ist dies ein Zeichen dafür, dass gar nicht oder kaum gedüngt wurde.

Die Kornblume in der Wildkräuterküche

Auch in der Küche findet die Kornblume Verwendung. In Teemischungen ist sie eine beliebte Schmuckpflanze. Kornblumen-Zucker ist einfach zuzubereiten und kann zum Beispiel Glasränder verzieren oder fein gemahlen über Kuchen gestreut werden.

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