9 Dinge, die du zum Sammeln von Wildkräutern wissen musst

Grundlegende Regeln für das Sammeln von Wildkräutern

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1. Wildkräuter erkennen

Das Erkennen von Wildkräutern ist die grundlegende Voraussetzung, um sie auch nutzen zu können. Dabei helfen dir Bestimmungsbücher oder du besuchst eine Kräuterwanderung, bei der du unter Anleitung erste Pflanzen kennenlernst.

2. Pflanzen in deiner Nähe

Konzentriere dich zunächst auf die Pflanzen, die in deiner unmittelbaren Umgebung wachsen. Das kann im eigenen Garten sein, auf dem Weg zur Arbeit oder beim nächsten Spaziergang. Betrachte die Pflanze in den unterschiedlichen Jahreszeiten. So lernst du sie genau kennen und kannst sie von anderen Wildpflanzen unterscheiden.

3. Setze deine Sinne ein

Eine Pflanze kann aufgrund von anderen Wachstumsbedingungen an einem Standort anders wachsen und aussehen. Genaues Betrachten, Riechen, Schmecken und Fühlen können dir Aufschluss darüber geben, welche Pflanze du vor dir hast.

4. In Naturschutzgebieten darf nicht gesammelt werden!

5. Weniger ist mehr

Ernte nur so viel du brauchst – und nachhhaltig! Wildpflanzen stecken voller gesunder Inhalststoffe. Eine Hand voll frischer Wildkräuter pro Tag versorgen dich optimal. Pflücke nie alle Blätter oder Blüten einer Pflanze ab, da sie sonst nicht weiter wachsen und keine Früchte bilden kann. Denke daran, dass du auch im nächsten Jahr die Sammelstelle aufsuchen möchtest.

6. Verwechslungsgefahr

Wenn du dir bei einer Pflanze nicht sicher bist, erfreue dich ihres Anblicks und lass sie lieber stehen. Besonders bei der Pflanzenfamilie der Doldenblütler besteht Verwechslungsgefahr. Einige von ihnen sind giftig!

7. Aufbewahrung

Ein Sammelkorb, am besten mit einem feuchten Baumwolltuch ausgelegt, hält dein Sammelgut auch an heißen Sommertagen frisch. Im Sommer rate ich zusätzlich zu einem feuchten Baumwolltuch zum Abdecken der Wildkräuter.

8. Die Dosis macht das Gift

Viele Wildkräuter sind auch Heilpflanzen. Sie alle enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die sich auf unseren Körper auswirken. In Maßen tun sie dies postiv, im Übermaß oder falsch angewendet auch mit negativer Auswirkung. Daher ist weniger oft mehr.

9. Nutze den Rhythmus der Natur

Die meisten Pflanzen oder Pflanzenteile kann man nur zu einer bestimmten (Jahres-) Zeit sammeln. Wann welche Blätter, Blüten, Wurzeln oder Früchte reif sind, gibt die Natur vor und damit auch insgeheim den optimalen Zeitpunkt, wann sie unserem Körper oder auch Geist besonders zu Gute kommen.

Wie du deine gesammelten Kräuter zu gesunden Rezepten verarbeiten kannst? Wirf einen Blick in meine Wildkräuterküche. Hier findest du Wildkräuterrezepte für jede Jahreszeit.

Lese hier, wie Wildkräuter richtig getrocknet werden.
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