Die Vogelmiere

Erkennungsmerkmale

Stellaria media ist eine robuste Pflanze, die ab 4° C keimt und das ganze Jahr üppig wächst und blüht. Bis zu vier Generationen bringt eine Pflanze jährlich hervor. Vogelmiere gehört zu den Nelkengewächsen und kommt an Wegrändern, Äckern, Weinbergen, Gärten, Schuttplätzen und nährstoffreichen Böden vor.

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Die Vogelmiere hat 5 weiße Kronblätter, die zweigeteilt sind und einem Stern ähneln. Die grünen Kelchblätter sind nicht viel kleiner als die Kronblätter und damit auch ein Erkennungsmerkmal der Pflanze. Die Vogelmiere hat herzförmige Blätter die sich gegenüberstehen. Die Blüten wachsen aus den Blattachsen heraus. Die Vogelmiere ist leicht mit anderen Mieren zu verwechseln. Als Unterscheidungsmerkmal hilft der Haarstreifen entlang des Stängels, den man gut erkennt, wenn man die Pflanze gegen das Licht hält. Am Haarstreifen sammelt sich das Tauwasser, das zu den Blattachsen hinunter läuft und dann von der Pflanze aufgenommen wird.

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Ziehst du am Stängel, bleibt ein „Darm“ (Leitbündel) stehen, daher rührt wahrscheinlich auch der Name „Hühner- oder Wasserdarm“. Aber nicht nur Hühner mögen das Grün der Pflanze. Auch die Samen sind bei vielen Vögeln ein beliebtes Fressen. Dem Volksglauben nach, legen die Hühner mehr Eier, wenn sie viel Vogelmiere fressen. Die Vogelmiere ist ein Archäophyt, also eine alte Pflanze, die den Menschen schon seit dem Seßhaftwerden in der Jungsteinzeit begleitet. Verwechselt werden kann die Vogelmiere mit dem Ackergauchheil. Er wächst eher vereinzelt auf kalkhaltigen Böden, hat jedoch rote oder azurblaue Blüten.

Inhaltsstoffe und Heilwirkungen

In der Volksmedizin findet die Vogelmiere Verwendung bei Hautkrankheiten. Dazu kann ein Tee-Aufguss zubereitet werden mit dem dann die betroffene Hautstelle betröpfelt wird. Die Vogelmiere enthält auch Saponine, die sich ausleitend, harntreibend und blutreinigend auf den Körper auswirken und damit ideal sind für eine Unterstützung bei einer Frühjahrskur.

Vogelmiere in der Wildpflanzenküche

Die Vogelmiere ist reich an Vitamin C , Calium, Kalzium, Eisen und Spurenelementen. Verwendet werden kann die ganze Pflanze. Sie ist zum Beispiel als Wildgemüse eine gesunde Bereicherung des Speiseplans, schmeckt nussig mild, leicht nach jungen Maiskolben und für zahlreiche Rezepte für die Wildkräuterküche geeignet.

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Daher kannst du sie gut mit kräftig schmeckenden Kräutern kombinieren, hervorragend auch in Smoothies. Vogelmiere sollte stets frisch verwendet werden. Sie eignet sich besonders gut für Einsteiger essbarer Wildpflanzen.

Wer ganzjährig Vogelmiere ernten möchte, setzt sich die Pflanze in einen Topf auf den Balkon oder Terrasse. So hast du das ganze Jahr über frisches wildes Grün.

Digitales Herbarium – Ausführliche Pflanzenpotraits – Wildpflanzen ÜbersichtHinweis

Alle in diesem Artikel genannten Vorschläge und Rezepte sind ohne Gewähr. Es handelt sich hierbei um überlieferte Empfehlungen aus der Volksheilkunde. Die Anwendung von Wildkräutern und Heilpflanzen ersetzt keinen Arztbesuch und sollte gegebenenfalls vorab mit einem Arzt oder Apotheker geklärt werden.

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