die Heilsalbe aus dem Wald – Pechsalbe selbst herstellen

Pech gehabt? Von wegen.

Hast du schon einmal von Pechsalbe gehört? Pechsalbe ist ein wahres Allroundtalent für die Hausapotheke ohne künstliche Inhaltsstoffe. Hier erfährst du, wie du die Pechsalbe selbst herstellen kannst.

Baumharz – das Gold des Waldes

Herbal Hunter – Pechsalbe selber herstellen aus Fichten-Baumharz Sind Bäume verletzt, tritt über Harzkanäle Baumharz nach außen. Dieser Eigenschutz des Baumes, sein Pflaster selbst zu produzieren, sorgt dafür, dass keine Eindringlinge wie schädliche Pilze und Bakterien, den Baum schwächen oder gar absterben lassen. Tritt Baumharz aus einer frischen Wunde, ist es zunächst klebrig flüssig. Mit der Zeit härtet es aus. Das Harz der Nadelbäume wie, Fichte, Lärche, Tanne und Kiefer sind alte Heilmittel in der Volksmedizin. Ob für Bäder, Räucherungen, Pflaster oder Salben, die enthaltenen ätherischen Öle vom Harz der Nadelbäume wirken unter anderem entzündungshemmend, zusammenziehend, keimtötend, wundheilend, schmerzstillend, wärmend und durchblutungsfördernd.

Allroundtalent für die Hausapotheke

Baumharz hat also ein großes Wirkungsspektrum. Ein altes Mittel aus der Heilkunde ist Pechsalbe – die Heilsalbe aus dem Wald. Pechsalbe selber herstellen ist ganz einfach. Hierzu wird das Harz der Fichte in Öl geschmolzen und mit Bienenwachs zu einer Heilsalbe verrührt. Statt Fichtenharz kann auch das Harz von Kiefer, Lärche oder Tanne verwendet werden. Die Pechsalbe ist ein wahres Allroundtalent für die Hausapotheke ohne künstliche Inhaltsstoffe und mit einem unglaublich waldigen Geruch. Pechsalbe hilft unter anderem bei offenen Wunden, Muskelverspannungen und Gelenkschmerzen, kalten Füßen, Neurodermitis, rauen Händen, Schuppenflechte oder als Zugsalbe bei Splitter. Dünn aufgetragen, hilft Pechsalbe als Brustbalsam. Die enthaltenen Öle stärken die Bronchien und erleichtern das Durchatmen.

Bei Bronchialasthma und Keuchhusten kann reines Fichten-Öl die krampfartigen Beschwerden verschlimmern!

Du willst Baumharz sammeln?
Wichtige Sammelregeln

Herbal Hunter – Pechsalbe selber herstellen – Sammeltipps

Wann? Du kannst das ganze Jahr über Baumharz sammeln.

Was? Gesammelt wird das Harz, wenn es nicht mehr flüssig und klebrig, sondern fest und ausgehärtet ist.

Wie? Ausgehärtetes Harz, lässt sich gut mit den Fingern abbrechen. Nimmst du ein Taschenmesser zur Hilfe, achte unbedingt darauf, dass du das Harz nicht bis auf die Rinde entfernst. Du könntest dem Baum mit dem Messer neue Wunden hinzufügen.

Wie auch beim Sammeln von Wildkräutern gilt: Weniger ist mehr. Sammle achtsam und nur soviel du benötigst!

Sind deine Hände vom Sammeln klebrig geworden, lässt sich das Harz ganz einfach mit einem Speiseöl von der Haut entfernen. Hast du alle weiteren Zutaten zusammen, kann es nun ans Pechsalbe Rühren gehen.

Pechsalbe selbst herstellen

Rezept für Heilsalbe aus dem Wald

Herbal Hunter – Pechsalbe selber herstellen – Kräuterblog

Zutaten:

Zubereitung:

Baumharz im warmen Olivenöl (ca. 60° C ) im ersten Schraubgals schmelzen, dabei gelegentlich Umrühren. Bei kleiner Flamme mind. 30 min ziehen lassen, so lösen sich die Wirkstoffe aus dem Baumharz. Die Harz-Öl-Mischung durch ein Mulltuch oder Sieb filtern, sodass sich keine Harzrückstände mehr im Öl befinden. (Wundere nicht, es können auch kleine Holz- oder Rindenstücke dabei sein, welche im Harz eingeschlossen waren.) Das Öl mit dem Harz gibst du nun in ein zweites Schraubglas. Hinzu kommt nun das Bienenwachs. Verrühre alles im warmen Wasserbad, bis das Wachs geschmolzen ist. Fülle das Öl in desinfizierte Salbentiegel und lass die Pechsalbe richtig auskühlen, bevor du die Tiegel mit dem Deckel verschließt. Aufgrund ihrer desinfizierenden und keimtötenden Eigenschaften ist die Pechsalbe – dunkel und kühl gelagert – bis zu 2 Jahre haltbar ist.

Hinweis

Alle in diesem Artikel genannten Vorschläge und Rezepte sind ohne Gewähr. Es handelt sich hierbei um überlieferte Empfehlungen aus der Volksheilkunde. Die Anwendung von Wildkräuter und Heilpflanzen ersetzt keinen Arztbesuch und sollte gegebenenfalls vorab mit einem Arzt oder Apotheker geklärt werden.

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